Spanien in der Immobilienkrise
In Spanien stehen inzwischen mehr als drei Millionen Wohnungen leer, was zu fallenden Immobilienpreisen führt. Das Land der Stierkämpfer steckt tief in einer Immobilienkrise. Die Preise für Immobilien werden im nächsten Jahr um bis zu 10 Prozent fallen, was unter anderem dazu führt, dass das Wirtschaftswachstum von der spanischen Politik auf weniger als drei Prozent angesetzt wird. In den vergangenen 10 Jahren sorgte das stetige Wachstum im Immobiliensektor für ein solides wirtschaftliches Gleichgewicht in Spanien. Der Markt ist mehr als gesättigt und potenzielle Käufer sind nicht bereit oder in der Lage die völlig abstrusen und überteuerten Preise für Immobilien zu bezahlen.
Der Wohnungsbau wird wohl durch die fallenden Preise um etwa 40% schrumpfen, was sehr viele Arbeitsplätze kostet. Durch eine ansteigende Arbeitslosigkeit können viele Eigenheimbesitzer Ihre Kredite nicht länger tilgen was zusätzliche Probleme schafft. Diese Krise war schon länger abzusehen, auch wenn die Politik diese Entwicklung für eine lange Zeit nicht wahrhaben wollte. Die ersten bedeutenden Wohnungsbaugesellschaften haben schon Insolvenz angemeldet, weitere werden folgen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel von derStandard.at
Die Schulden in der Immobilienbranche belaufen sich auf 9 Milliarden Euro und die Aktienkurse sind massiv eingebrochen. Die von den Immobiliengruppen Spaniens zu zahlenden Zinsen übersteigen bei weitem deren Mieteinnahmen, wodurch eine Refinanzierung unmöglich gemacht wird. Der Bauboom in Spanien erfährt nun sein bitteres Ende. Laut Experten der Branche wurde in den letzten Jahren zu viel investiert und über Bedarf gebaut, in Zahlen bedeutet dies etwa 800.000 neue Ferienwohnungen allein im Jahr 2007. In Spanien sind dadurch mehr Wohnräume geschaffen worden als in Frankreich, Italien und Deutschland zusammen. Wer dennoch plant in Spanien zu bauen, findet auf Optikur gute Informationen zu Immobilienfinanzierungen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel von Reits Deutschland.
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8. Januar 2008 um 20:03
Ich denke, die Preise werden im nächsten halben Jahr derart fallen, dass man problemlos günstige Ferienimmobilien in Spanien erwerben kann. Die momentane Preislage ist wirklich nicht mehr zu ertragen. Jetzt bekommen die Spanier die Rechnung für ihre jahrelange überhebliche Misswirtschaft.
8. Januar 2008 um 20:06
Da kann ich dir nur zustimmen, Hans. Wir werden den Immobilienmarkt auch im Auge behalten und im richtigen Moment zuschlagen.
30. Juni 2008 um 08:19
Ich bin fünf Jahre von den Immobilienmaklern in Spanien ausgelacht worden, wenn ich denen gesagt habe, daß ihre Immobilienpreise nichts mit der Realität zu tun hätten. Auch damals vor 5 Jahren gab es bereits bis heute unverkaufte Neubauruinen besonders auf Gran Canaria und um Mrbella. Jetzt endlich bekommen diese hypereingebildeten Snobs und Betrüger die langersehnte Quittung. Auch Mallorca wird mit Riesenschritten in die Krise folgen.
4. August 2008 um 20:55
[…] sowie Banken am Wanken und die Immobilienpreise in den Keller gestürzt. Auch Großbritannien und Spanien sowie weitere Staaten haben mit den enormen Auswirkungen der Finanzkrise zu kämpfen, die immer […]